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Dienstag, 29. März 2011

Nachtrag: Architekturgeschichte 4.1


[Ludwig Mies van der Rohe]



BIOGRAPHISCHES
*1886 Aachen
+ 1969 Chicago
– „van der Rohe“ von Großmutter übernommen
Schrieb Nachruf auf Gropius und verstarb ein Jahr später selber *
* Gropius
*1887
+ 1968
Stark extrovertiert, auf Gespräche angewiesen
Inhomogenes Gesamtwerk, da stark durch Mitarbeiter geprägt, mal so mal so, häufige Stilwechsel


CHARAKTERLICHES UND PRÄGUNGEN
In Gestaltung sehr auf Regeln festgelegt
Eher unkommunikativer Mensch
Hang zu Alkohol & Tabak
Elitestreben (siehe Namens
Vater: Maurermeister & Steinmetz
> Materialnähe & Pragmatismus
Lehre als Maler von Stuckelementen
Ab 1905 in Berlin
Ab 1908 bei Peter Behrens: B=Mann des Übergangs zwischen Tradition und Moderne



ARBEIT
Haus Riehl: Durch Mauer klare Kante am Hang, Haus stützt sich auf Mauer; Erscheinungsbild zwischen Tradition (Grundriss, Appearance) und Moderne (Klare Struktur im Außen durch Mauer), ökonomischer Grundriss, kaum Flurfläche verschenkt

Haus2 (?), nach Behrnens Zeit, 1913: Solide, traditionellen Maßstäben folgend, stark an Behrens orientiert, einhüftiger Laubengang, Ringen zwischen Symmetrie und Asymmetrie: Typisches Gestaltungspotential / Konflikt der Zeit

Nach 1913, Ehepaar Kröller-Müller: MvdR und Behrens trennen sich. Laubengang, fast Flachdächer, frühes Beispiel einer abstrakten Architektur, nur als 1:1 Modell gebaut

1924: kahler, kühler, solide Architektur

Kontakt Arbeitskreis Kunst, Dadaisten etc, avantgardistisches Gedankengut, Zeitgeist euphorisch dem Modernismus entgegen, jedoch immer noch sehr traditionell

Zw 1922 u 24
5 Entwürfe:
Spreedreieck, Hochhaus[entwurf] Friedrichstraße, Berlin, Collage [von Dadaisten gelernt], Ganzglasfassade, homogen [von oben bis unten keine unterschiedlichen Zonen wie zB Sockel oder Schaft optisch ausgeprägt], spitzwinklig, expressiv
Glashochhaus, Ganzglasfassade, gekurvte Grundrisslinien, ohne Schaft oder Kapitel
Landhaus in Stahlbeton, zur Straße hin eingeschossig, zum Garten zweigeschossig. Möglichkeiten des Stahlbetons definiert, lange Lichtschlitze /Fensterausschnitte und Überspannungen
Bürogebäude in Stahlbeton, nur gestapelte Etagen, Fensterband, sturzfreie Fassade
Landhaus in Backstein, Lineare Raumorientierung > „fließender Raum“, Zonierung, erst zu Diensträumen hin verschachtelter, kubisch. WICHTIGE ANALOGIE: Malerei, „Russischer Taertnz“, El Lissitzky

Guben an der Neisse: Flachdach, weniger extrovertiert als Landhaus in Backstein, neuer Typus von Villa. Ziegel als Material für alles, Stahlbetondecken
Berlin, Afrikanische Allee, sozialer Wohnungsbau, konsequent kubisch, Flachdachproblematik zu diesem Zeitpunkt noch ungelöst > Dachraum als Pufferzone, die Speicher und Trockenboden beherbergt
Vorsitz des dt. Werkbundes
Weissenhofsiedlung Stuttgart, MvdR erhält städtebauliche Leitung, Karikatur „Araberdorf“
Haus Ester, Krefeld, Klinker, Stahlfenster anthrazitfarben, herausguckende weiß gestrichene Betondecken
1929 Weltausstellung, Auftrag dt Pavillon zu bauen

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